Das Rätsel der Zielgruppe … emotional lösen!

21 Feb

Seine Zielgruppe kennen, seine Zielgruppe ansprechen, seine Zielgruppe abholen – immer wieder hört und liest man im Werbe-/Marketingumfeld diese wertvolle, zentrale Aufforderung. Und die ist absolut richtig.

Nur vielen fällt die Frage davor ziemlich schwer: WER ist meine Zielgruppe überhaupt? Es gibt ja zwei Möglichkeiten, um sie zu definieren. Die eine basiert auf Zahlen: Alter, Einkommen, PLZ-Bereich, Anzahl Mitarbeiter (bei business-to-business), etc.

Die andere Möglichkeit basiert auf „soft facts“ wie Einstellung, Lebensweise, Kaufmotivation, die meiner Erfahrung nach viel wichtiger sind.

Ein Beispiel: Frau Müller hat ein Kindermodengeschäft. Wer ist Ihre Zielgruppe – und damit meine ich die Kundengruppe, mit der sie jetzt und in Zukunft (merke: Werbung hat immer den Blick nach vorn!) gutes Geld verdient – ihre Lieblingskunden sozusagen. Sie antwortet, sie hat gerne gut verdienende Eltern und Großeltern als Kunden. Die Eltern ab ca. 30 Jahren, die Großeltern ab ca. 60 Jahren, eher älter. Aha. Was hilft das für ihre Werbung? Wenig. Obwohl es schon klasse ist, dass sie an die Großeltern mit denkt und sie Alter und Einkommen gedanklich verbindet.

Nächste Frage: Wer von beiden gibt mehr und öfter Geld aus? Antwort: Eigentlich die Großeltern, die wären wirklich treue und lohnende Kunden.

Nächste Frage: Kommen zuerst die Eltern und bringen die Großeltern mit? Antwort: Nein, die Großeltern kämen von allein und brächten eher die Eltern mit z.B. durch Kleidungsgutscheine für die Kinder.

Also lernen wir, für dieses Geschäft sind die Großeltern die Kernzielgruppe – Großeltern, die in ihre Enkel investieren, die sie gut angezogen sehen wollen. Eine interessante Werbestrategie wäre nun, bei Anzeigen, Flyern, Aktionen, Website (ja, Senioren surfen!) die Großeltern direkt mit einzubinden und auch deren Kaufvorlieben (weniger bunt, eher klassisch und Marken) in der Warenpräsentation z.B. im Schaufenster bewusster noch zu berücksichtigen. 

Welche „soft facts“ haben sich also ergeben: Die Zielgruppe kauft mit Stolz und Liebe, kauft großzügig und bevorzugt Marken-Qualität, für die sie Geld zu zahlen bereit ist. Aus diesen Zielgruppen-Einstellungen kann man wunderbar eine Kampagne stricken, die sich am Ende für Frau Müller und ihr Kindermodengeschäft wirklich lohnt.

Nun die Frage an Sie: Wer ist tatsächlich Ihre Zielgruppe, was will Ihre Zielgruppe durch Ihr Angebot erreichen, welche Einstellung hat sie, welche Vorlieben, welche Motivation zu Ihnen zu kommen. Haben Sie die Antworten, dann KENNEN Sie Ihre Zielgruppe und können sie erfolgreich mit Ihrer Werbung ABHOLEN und ANSPRECHEN.

Noch Fragen zu Zielgruppen, Marketingkonzeption oder Werbung? Sprechen Sie mich gerne an!

Christiane Blenski

http://www.trustyourtext.de

 

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