Archiv | Oktober, 2013

Die konkrete Wahrheit: So lügt man mit Werbung …

30 Okt

…nix da! Eine solche Tipp-Sammlung werden Sie von mir nie bekommen. Denn: Nichts ist gelungenere Kunden-Abschreckung als Lug und Trug. Falsche Versprechen entlarven sich selbst. Über Negativ-Erlebnisse sprechen Kunden durchschnittlich mit sieben anderen Leuten. Über positive Kauferlebnisse reden sie kaum mehr als ein, zwei Mal. Abgesehen von branchentypischen Übertreibungen wie „wäscht weißer als weiß“, sollte man unerfüllbare Aussagen komplett lassen. Kunden-Frust bringt nur Verlust!

Mein Rat ist: Zeigen Sie die Schokoladenseite Ihres Unternehmens! Polieren Sie die Produktstärken und die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Ihnen auf. Machen Sie das Besondere an Ihrem Angebot zur konkreten Botschaft jenseits von gähnend-langweiligen Füllworten wie: Qualität, Pünktlichkeit, Innovation und „alles aus einer Hand“.

Was sagen Sie stattdessen, wo Sie doch tatsächlich z.B. Qualität produzieren? Schreiben Sie: WARUM ist es Qualität: das spezielle Material oder die perfekte Maschinenbedienung von den geschulten Mitarbeitern, die erprobten Produktionswege oder, oder, oder. Es gibt viel echt Überzeugendes zu sagen!

Erklären Sie auch, was bestimmte Service-Leistungen konkret für Ihre Kunden bedeuten. Zum Beispiel: Pünktlichkeit heißt bei uns, dass Sie garantiert am übernächsten Tag das Produkt bereits benutzen können oder dass der für Donnerstag zugesagte Text, am Donnerstag um 10 Uhr bei Ihnen im E-Mail-Eingang ist, und wenn’s dringend ist, noch am gleichen Tag entsprechend Ihrer Rückmeldung korrigiert oder ergänzt wird. Tja, meine Kunden haben es gut. 😉

Ich verspreche keine Wortwunder. Nur Worte, die es schaffen, dass Ihre konkreten, positiven Botschaften wirklich gerne von Ihrer Zielgruppe gelesen werden – und dabei direkt sowie zwischen den Zeilen „Kauf mich!“ sagen. Konkrete Texte bringen Erfolg, das ist meine Überzeugung und Erfahrung.

Brauchen Sie bei der Wortsuche Unterstützung? Dann hier die „Kauf-mich!“-Zahlen von TRUST YOUR TEXT: 0421-2008420!

Christiane Blenski

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Gastautorin: Jessica Lange „Wettbewerbsvorteil Werte“

22 Okt

Werte-Management: ein nicht imitierbarer Wettbewerbs-Vorteil!

Es gibt keinen wertfreien Raum. Sie leben immer Werte. Werte hängen eng mit der Bewertung eines Verhaltens durch andere Personen zusammen. Diese Bewertung findet fortwährend statt. Sie können allerdings beeinflussen, ob diese positiv oder negativ ausfällt. Wertemanagement macht genau diese Bewertung und Wahrnehmung für Unternehmen steuerbar. So gelingt eine effektive Bearbeitung des Images, die dauerhaft wirkt. Ein nicht imitierbarer Wettbewerbsvorteil!

Unternehmenswerte, die wirklich authentisch im Unternehmen gelebt werden, sind für ein Unternehmen wie eine unverwechselbare Visitenkarte. Sie geben einem Unternehmen nach innen ein Selbstbild, zeigen nach außen einen eigenen Charakter. Ihre Produkte können von anderen nachgeahmt werden, Ihr Charakter macht Sie und Ihr Angebot einzigartig.

Neben der positiven Außenwirkung von echten, gelebten Werten ist auch deren Wirkung auf die Mitarbeiter förderlich. Durch Werte und einen fassbaren Charakter können sich Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Sie können bei positiven Werten, die auch zu den persönlichen Einstellungen passen, einen Stolz auf ihren Arbeitgeber entwickeln. Dieser fördert eine positive Unternehmenskultur, ein angenehmes Betriebsklima und minimiert die Notwendigkeit von Kontrollen. Eine Vertrauenskultur zwischen Unternehmen, Geschäftsführung und Mitarbeitern kann entstehen.

Im Hinblick auf das oft als bürokratisch gebrandmarkte „Corporate Compliance“ (firmenintern definierte Regel- und Gesetzestreue) wirken gelebte Werte wie eine Impfung gegen unethisches Verhalten. Es ist der elegante Weg, Compliance ohne teure und aufwendige Kontrollstrukturen zu betreiben. Einfach gesagt hat ein Unternehmen, das ethische Werte lebt, auch eine ethische Unternehmenskultur und damit ethisch agierende Mitarbeiter. Die Mitarbeiter handeln so auf natürliche Weise und aus eigener Motivation und Identifikation mit den Unternehmenswerten. Kontrollen haben Lücken und können versagen, das eigene Gewissen nicht!

Meine Überzeugung ist: Richtig angewendet schafft Wertemanagement eine gesamtgesellschaftliche Win-Win-Situation und übertrieben gesagt: eine bessere Welt. Nach der Finanzkrise finden wir uns in einer Vertrauenskrise gegenüber der Wirtschaft wieder. Die Moral des Marktes wird in Frage gestellt. Wertemanagement schafft hier eine geeignete Antwort.

Jessica Lange

WERTEmanagement

Jessica Lange von Werte-Management Lange

Jessica Lange von Werte-Management Lange

http://www.wertemanagement-lange.de

Gastautorin: Wirtschaftsjuristin und Texterin Jana Krok

8 Okt

Markenrecht – Benutzungsrecht – Verbietungsrecht

Apple, Google und Coca-Cola – Warum Marken so wichtig sind (von Jana Kork)

Von knallbunten Logos bis hin zu eingängigen Slogans, viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in ihre Marken. Was eine Marke ausmacht und warum Sie sich einige Gedanken um Ihre Marke machen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Marken sind vor allem Worte und Bildzeichen, die die Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens kennzeichnen. Die wohl Bekanntesten unter ihnen sind Apple, Google und Coca-Cola. Ihre Marke steht somit sinnbildlich für eines Ihrer Produkte und sorgt dafür, dass Ihr Kunde Ihr Produkt unter all den Konkurrenzprodukten auf den ersten Blick wiedererkennt. Eine Marke kann aber auch Ihr gesamtes Unternehmen bezeichnen und damit ein gewisses Image kreieren.

Haben Sie sich einmal für eine Unternehmensbezeichnung entschieden oder sogar ein eigenes Logo entwickelt, können Sie dieses als Marke beim zuständigen Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eintragen lassen. Mit der Anmeldung Ihrer Marke beim DPMA können Sie Ihre Marke in ganz Deutschland für die angegebenen Waren- und Dienstleistungen nutzen und anderen sogar die Verwendung gleicher oder ähnlicher Zeichen untersagen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem positiven Benutzungsrecht und einem negativen Verbietungsrecht.

Nach der Anmeldung Ihrer Marke und der Bezahlung der Anmeldegebühr in Höhe von 300 Euro wird die Marke vom zuständigen Sachbearbeiter geprüft und eingetragen. Erfolgt kein Widerspruch von Seiten Dritter, erhalten Sie einen gewerbliches Schutzrecht für die Dauer von 10 Jahren ab dem Anmeldetag. Diesen Markenschutz können Sie beliebig oft verlängern und auch auf zahlreiche Länder der Welt ausdehnen.

Allerdings sollten Sie sich bereits beim Kreieren Ihrer Marke Gedanken über einen entsprechenden Markenschutz machen. Um Rechtsstreitigkeiten mit anderen Markeninhabern vorzubeugen, sollten Sie bereits im Vorfeld andere Marken, Firmierungen und Geschäftsbezeichnungen recherchieren. Hierfür können Sie Suchmaschinen wie Google nutzen, einen Blick ins Handelsregister werfen oder auf der Seite des DPMA nach bereits eingetragenen Marken suchen. Auch die Hinzuziehung eines Experten auf dem Gebiet des Markenrechts ist zu empfehlen, denn ein Markenrechtsstreit kann langwierig und teuer sein. Wenn Sie allerdings die obigen Hinweise beachten, steht einem langen Leben Ihrer Marke nichts im Wege und wer weiß, vielleicht wird sie eines Tages ebenso berühmt und wertvoll wie der weltbekannte angebissene Apfel.

Links:

Die Seite des DPMA: http://www.dpma.de/
und die Einsteiger-Recherche des DPMA: https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger

Jana Krok, LL.B.

JanaKrok_Foto

Wirtschaftsjuristin und freiberufliche Texterin.

Mehr über sie und ihre Arbeiten finden Sie unter http://www.juratext.net.