Archiv | Januar, 2015

Nö, ich habe keine Zielgruppe! Pech gehabt???

22 Jan

„Wir haben eigentlich keine Zielgruppe!“ Hören Sie sich diesen Satz von Zeit zu Zeit selbst sagen?

Und stimmt das? Hat man manchmal einfach Pech gehabt. Wird Zielgruppen-Werbung tatsächlich unmöglich, weil die Käufer und Interessenten Männer wie Frauen jeden Alters sind. Oder ist das sogar ein Glück? Es fühlt sich toll an, kann man sagen: „Bei mir kauft jeder.“

Aus meiner Sicht: Ein Trugschluss!

Weil: Werbung funktioniert dann, wenn sie weiß, auf wen sie genau abzielt. Dann ist sie geldbringend erfolgreich. Ein Beispiel? Gerne.

Das NEUE Ariel wäscht weißer als weiß. Sagt die Werbung in echt teuren TV-Spots. Wen interessiert das? Theoretisch alle – weil jeder Erwachsene waschen muss und längst nicht nur Frauen dafür zuständig sind. Also: Null Zielgruppe, weil ALLE Käufer sein könnten.

Ariel macht etwas Kluges: Die Marke grenzt ihre Zielgruppe anders als mit Alter, Einkommen oder Geschlecht ein. Sie weiß, Waschmittel gibt es viele und Ariel ist hochpreisiger als andere.
Wen peilt Ariel mit seiner weißer-als-weiß-Werbung also an? Traditionell diejenigen, die Freude/Stolz/Zufriedenheit aus ihrer gelungenen Hausarbeit ziehen. Früher: Verheiratete Frauen von 20 bis 90. Und heute? In welcher Lebensphase fangen Menschen an, sich für die Arbeit im Haus zu interessieren, wann möchten man alles perfekt machen?

Wenn das Wunschkind kommt – in der beruflichen „Babypause“!

Dafür werden Ratgeber gelesen, Kinderwagen-Tests verglichen UND die Wäsche wird jetzt bewusster gewaschen. Genau an der Stelle greift das gelernte, weil soooo unendlich oft wiederholte Ariel-Versprechen „weißer-als-weiß“. Kaufen diese Eltern erstmal zwei, drei Jahre Ariel, bleiben sie dabei – und die Kinder lernen es, sobald sie älter sind, auch gleich. Kundenbindung fertig!

Was sage ich mit dem ausführlichen Beispiel? Zielgruppe definiert man heute nicht mehr (nur) über Alter, Einkommen oder Familienstand. Wichtiger sind Werte, Lebensphasen, Einstellungen. Natürlich kaufen auch Menschen rechts und links der definierten Zielgruppe Ariel ein. Das will keiner verhindern. Ist man sich jedoch im Klaren darüber, wer die Geldbringer sind und fasst diese lohnenden, treuen Käufer nach harten und weichen Faktoren zusammen, hat man – taaadaa!!!! – seine wichtigste Käuferschar zusammen.

Der Vorteil: Entscheidungen innerhalb des Marketingbudgets fallen mit definierter Zielgruppe leichter und Sie kommen schneller auf funktionierende Werbeideen, weil Sie Ihre Lieblingskäufer genau kennen. Ihre Werbung wird in allen Maßnahmen logisch – und erfolgreich!

Welche Werte bewegen Ihre lohnendste Käufergruppe? Denken wir gemeinsam nach!

Ihre
Christiane Blenski

PS: Was meine Zielgruppe ist? Na, Sie! Warum? Meine Lieblingszielgruppe sind Unternehmen, die mehr wollen, mehr können und an dem Punkt sind, DAS der Welt jetzt unmissverständlich und professionell mitzuteilen. Also, ich hab doch gesagt: Sie! 🙂

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